45 Mio. Euro für die Energiewende

Solarthermische Großanlage
© Ralph Marko/pixelio.de

01.12.2021

Mit solarthermischen Großanlagen können Betriebe ihre Kosten fürs Heizen und Kühlen senken und nachhaltig ökonomische Vorteile erzielen. Für ihre Errichtung gibt es 45 Mio. Euro Fördergeld vom Klima- und Energiefonds. Eine Onlineveranstaltung des Cleantech-Clusters und Austria Solar am 24. November informierte über die aktuelle Förderausschreibung und bot interessante Einblicke in Betriebserfahrungen mit solaren Großanlagen.

Österreich steht – wie die gesamte Welt – mit der Herausforderung, den Klimawandel einzudämmen, vor einer Jahrhundertaufgabe. Die Bundesregierung hat sich daher ein großes Ziel gesetzt: Österreich soll bis 2040 klimaneutral werden. Der Klima- und Energiefonds unterstützt dieses ambitionierte Ziel mit unterschiedlichen Förderprogrammen. Eines davon ist die aktuelle Ausschreibung „Solarthermie – Solare Großanlagen".

45 Millionen für österreichische Betriebe

Die Botschaft von Clemens Gattringer MSc, Referent des Klima- und Energiefonds, an die 35 Teilnehmer*innen war klar: Es steht Geld für österreichische Unternehmen bereit und das sollte genutzt werden. Konkret fördert der Klima- und Energiefonds die Errichtung von Demonstrations-Anlagen mit einer erforderlichen Mindestgröße von 50 bzw. 100 m2 mit insgesamt 45 Millionen Euro auf drei Jahre. Die Ausschreibung läuft noch bis 24. Februar 2023.

„In den Genuss einer Förderung kommt nicht nur, wer eine entsprechende Anlage baut, unterstützt wird auch die Planung von Projekten für Anlagen über 5.000 m2 mit klarer Umsetzungsorientierung. Außerdem werden Messdaten erhoben, wissenschaftlich ausgewertet und die gewonnenen Erkenntnisse den österreichischen Unternehmen zur Verfügung gestellt“, erklärte Gattringer.

Weiter Infos www.solare-grossanlagen.at

So heizt Oberösterreich

Dr. Gerhard Dell, Energiebeauftragter des Landes OÖ, beleuchtete die Entwicklung des Wärmemarktes in Oberösterreich. Etwa die Veränderung der Beheizungsstruktur der oö. Haushalte in den letzten Jahren. Heizten laut OÖ Energiebericht 2020 im Zeitraum 2003/2004 157.000 Hauptwohnsitze mit Heizöl, waren es 2019/2020 nur mehr 82.000 – und das trotz einer um 17,3 % gestiegenen Gesamthauptwohnsitzanzahl. Der Anteil der Ökowärmeanlagen bei den bestehenden Wohnungen (Anzahl Hauptwohnsitze) liegt derzeit schon bei 68 %. Infos über die richtige Energieförderung für Unternehmen, Gemeinden aber auch Privatpersonen findet man auf www.energiesparverband.at.

Drei Erfolgsbeispiele

Welche Unternehmen solare Großanlagen bereits erfolgreich umgesetzt haben, zeigten drei Beispiele aus der Praxis. Die Firma Trotec hat ihr Produktionswerk in Null-Energie-Bauweise errichtet. Die „Fabrik der Zukunft“ gilt als Vorzeigeprojekt. „Die Solaranlage liefert kostenlose, umweltfreundliche Energie, die wir für die Wasseraufbereitung und Heizung verwenden. Eine PV-Anlage, Wärmepumpe und ein Erdspeicher komplettieren unser energieautarkes System“, betont DI Dr. Andreas Penz, CEO der Trotec Laser GmbH.

Auch das Sonnenhaus Freistadt – ein realisiertes Projekt der Firma Forstenlechner – bereichert eine 144m2 große thermische Solaranlage auf dem Dach. „Die jährliche Einsparung, die unser Kunde mit der Anlage erreicht, entspricht etwa 15 Tonnen CO2“, sagt Herbert Wahlmüller, Geschäftsführer der Forstenlechner Installationstechnik GmbH.

Wie Hackgut, Streu und Getreide dank Sonnenstrom energieautark trocknen können, präsentierte Dr. Georg Hubmer von der CONA GmbH. Aktuell werden mehr als 160 verschiedene Produkte in mehr als 30 verschiedenen Ländern mit Solartrocknern von CONA getrocknet.

„Mit solaren Großanlagen können Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Veranstaltung hat gezeigt, die Technik ist ausgereift und es gibt schon zahlreiche Erfolgsbeispiele“.

DI Alois Froschauer, Projektmanager im Cleantech-Cluster


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