Wood K plus verwandelt Bio-Abfälle in wertvolle Produkte

Teamleiter Christoph Unterweger und Kollegin Elisabeth Steidl begutachten ein poröses Carbonrohr © UAR / Hartwig Zögl
Teamleiter Christoph Unterweger und Kollegin Elisabeth Steidl begutachten ein poröses Carbonrohr © UAR / Hartwig Zögl

09.09.2020

Die Nutzung von biobasierten Rohstoffen, v.a. auch von Rest- und Nebenströmen, ist ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt von Wood K plus. Über biotechnologische, chemische oder thermische Prozesse können dabei diverse hochwertige Produkte, wie Plattformchemikalien, Bio-Polymere oder Carbonwerkstoffe hergestellt werden. Derzeit werden zahlreiche regionale, nationale und europäische Projekteinreichungen vorbereitet, für die noch Partner aufgenommen werden können. Unternehmen, die an der Verwertung ihrer Rest- und Nebenströme bzw. den herstellbaren Produkten interessiert sind, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Nachhaltigkeit ist in diversen Strategiepapieren verankert, sowohl global wie in den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen (UNO) als auch regional. So ist in der #upperVISION2030 folgendes nachzulesen: „Oberösterreich wird 2030 als lebenswerte und nachhaltig agierende Industrieregion wahrgenommen. Die verantwortungsvolle Nutzung und Wiederverwendung von Ressourcen sind dabei ein wesentliches Element.“ In diesem Sinne beschäftigt sich Wood K plus mit der Entwicklung von Innovationen für eine nachhaltige Industrie und Produktion auf Basis der effizienten und zirkulären Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Dabei kommen verschiedenste Prozesse zum Einsatz, mit denen vielfältige, hochwertige Produkte hergestellt werden können.

Bio-Polymere und Spezialchemikalien aus Rest- und Nebenströmen

Am Standort Linz wird die Nutzung biobasierter Rest- und Nebenströme untersucht. Schwerpunkte sind u.a. die umfassende Rohstoffcharakterisierung, die Uniformierung der heterogenen Rest- und Nebenströme sowie die Erzeugung von höherwertigen Produkten. Unter Verwendung biotechnologischer und chemischer Prozesstechnologien können hochwertige Produkte wie biobasierte Additive und Plattformchemikalien sowie Bio-Polymere hergestellt werden.

Aktivkohle und andere bio-basierte Carbonmaterialien

Weiter wird intensiv an bio-basierten Carbonmaterialien geforscht. Neben Carbonfasern sind leitfähige Füllstoffe und poröse Carbonwerkstoffe wie Aktivkohle, die auch aus diversen Rest- und Nebenströmen hergestellt werden können, von besonderem Interesse. Durch die Variation der Ausgangsmaterialien und Prozessparameter können die Eigenschaften gezielt eingestellt werden. Dies ist entscheidend, da v.a. Aktivkohle in sehr unterschiedlichen Bereichen wie Energiespeicherung, Abwasser- und Abgasreinigung, Gasspeicherung, antibakteriellen Wundauflagen usw. Anwendung findet. Durch den Einsatz alternativer Konzepte wie der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) können sogar sehr wasserreiche Rest- und Nebenströme effizient zu wertvollen Produkten weiterverarbeitet werden.

Über die Kompetenzzentrum Holz GmbH (Wood K plus)

Wood K plus ist eine führende Forschungseinrichtung für Holz und nachwachsende Rohstoffe in Europa. Die Kernkompetenzen liegen in der Materialforschung und Prozesstechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von den Rohmaterialen bis zum fertigen Produkt. Dabei erarbeiten über 130 hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher Methoden sowie Grundlagen und betreiben angewandte Forschung an der Nahtstelle Wirtschaft und Wissenschaft, um ressourcenschonendes Wirtschaften in der kreislaufgeführten Bioökonomie zu ermöglichen. Für nähere Informationen zu den Forschungsarbeiten und den Projekteinreichungen kontaktieren Sie bitte:

DI Dr. Christoph Unterweger
Tel.: +43 732 2468 6758
Mobil: +43 676 897 44 534
c.unterweger@wood-kplus.at 
www.wood-kplus.at