Qualität umfassend(er) verstehen

Qualität aus Sicht eines Umwelt-Experten

Eine Hand hält eine grüne Weltkugel
© pixabay

02.12.2021

Anlässlich des Weltqualitätstags am 11. November haben wir uns mit DI Axel Dick, MSc, Prokurist Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria zum Thema Qualität unterhalten und worauf es seiner Meinung nach aktuell und in Zukunft zu achten gilt.

Wie die Studie „Qualität 2030“ der Quality Austria in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz gezeigt hat, müssen wir den Qualitätsbegriff künftig noch umfassender verstehen. Themen, wie etwa Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, sind längst keine optionalen Add-Ons mehr. Es gehe vielmehr um eine wahre Integration nachhaltiger Prinzipien in die Produktentwicklung sowie Geschäftsprozesse – dies werde vermehrt auch von Seiten Markt und Mitbewerb gefordert.

In Zukunft wird die Bedeutung nachhaltiger Qualität nochmal steigen, wenn soziale und ökologische Anforderungen – etwa durch Initiativen wie dem Circular Action Plan auf europäischer Ebene oder dem erst kürzlich verabschiedeten Lieferkettengesetz in Deutschland – weiter getrieben werden. Auch müssen entsprechende Kompetenzen bzw. spezifisches Wissen in Organisationen bestimmt werden – nur wer es heute schafft, nachhaltige Strategien zielorientiert und konsequent anzutreiben, wird auch morgen noch zu den führenden Betrieben zählen. Es reicht nicht mehr, Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensvision zu betrachten, diese muss auf konkrete Handlungen heruntergebrochen werden.

„Qualität heißt einerseits Produktsicherheit hinsichtlich der Materialgesundheit von Produkten. Andererseits bedeutet Qualität jedoch auch das Schließen von biologischen und technologischen Kreisläufen im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Mit dem Shift von „Wir verkaufen Produkte“ zu „Wir entwickeln neue Geschäftsmodelle“ wird künftig auch die nachhaltige Qualität der Geschäftsmodelle eine immer wichtigere Rolle spielen“, betont der Umwelt-Experte Axel Dick.

Man könne somit davon ausgehen, dass Qualität, Umwelt, Sicherheit oder etwa CSR künftig noch stärker verschmelzen und der Integrationsansatz der Managementdisziplinen weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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