Kleine Sonde zeigt große Wirkung

KS1D-HT-Modul
© LAMTEC

06.12.2021

Ein Jahr nach der Markteinführung zieht man Bilanz: Das deutsche Unternehmen LAMTEC Meß- und Regeltechnik für Feuerungen GmbH & Co KG entwickelte gemeinsam mit dem österreichischen Kompetenzzentrum BEST - Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH eine neue Regelung für Biomasse-Heizwerke, die Brennstoff einspart, Schadstoffemissionen reduziert und einfach in bestehenden Heizwerken nachgerüstet werden kann.

Mit rund 2400 Biomasseheizwerken (Quelle: Bioenergie Basisdaten 2021, Biomasseverband) und einer Gesamtleistung von mehr als 2000 MW spielt die energetische Nutzung von Biomasse eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Wärme in Österreich.

Dabei gilt grundsätzlich die Verbrennung von Biomasse als größtenteils CO2 neutral und daher als besonders relevant zur Erreichung der Klimaziele. Wichtig ist es, eine hohe Verbrennungsqualität zu erreichen, also die möglichst vollständige Verbrennung der Biomasse um hohe Wirkungsgrade zu erzielen und gleichzeitig unerwünschte Schadstoffemissionen zu vermeiden.

Das deutsche Unternehmen LAMTEC Meß- und Regeltechnik für Feuerungen GmbH & Co KG entwickelte gemeinsam mit dem K1-Kompetenzzentrum BEST - Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH die CO-λ-Regelung (CO-Lambda-Regelung) und ging damit vor einem Jahr auf den Markt. Die CO-λ-Regelung überwacht mithilfe der Kombi Sonde KS1D von LAMTEC die Verbrennungsqualität und optimiert damit den Betrieb der Biomassefeuerung.

Bilanz nach einem Jahr

Die nahwärme Fernitz GmbH (nafe) war das erste Steirische Unternehmen, das die CO-λ-Regelung eingesetzt hat. Seit Mitte 2020 optimiert die CO-λ-Regelung das Heizwerk der nafe in Fernitz. Seitdem konnten die Heizwerksbetreiber neben einem stabilen Betrieb auch eine Einsparung von etwa 3% an Brennstoff beobachten. So sorgt die CO-λ-Regelung nicht nur für einen umweltfreundlicheren Betrieb von Biomassefeuerungen, sie macht auch wirtschaftlich Sinn.

Dieses neue Regelungskonzept kann in nahezu allen bestehenden Biomasseheizwerken ohne großen Umbauaufwand nachgerüstet werden und würde sich aufgrund der Brennstoff- und Stromersparnis in weniger als 2 Jahren (bei einer angenommenen Nennleistung der Anlage von 2,5 MW) amortisieren. Würde man diese CO-Lambda Regelung an jedem Heizwerk in Österreich einsetzen, könnte man dadurch (geschätzte) 70.000 Tonnen Holz jährlich ersparen. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von knapp 100.000 Tonnen pro Jahr. Zudem stünde dieses Holz für andere Anwendungen zur Verfügung.

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