Erstellung einer Kreislaufwirtschaftsstrategie

Erste Schritte in die richtige Richtung

Zwei Marienkäfer auf grünem Blatt
© pexels

04.02.2022

Die österreichische Bundesregierung hat Mitte Jänner 2022 den Entwurf ihrer „Kreislaufwirtschaftsstrategie“ veröffentlicht und zur Stellungnahme dazu aufgerufen.
Gastbeitrag von DI Dr.-Ing. Birgit Gahleitner, qualityaustria Netzwerkpartnerin, Lead Auditorin, Trainerin

In diesem Entwurf werden die Ausgangssituation, Ziele und geplanten regulatorischen Vorgaben für „Österreich auf dem Weg zu einer nachhaltigen und zirkulären Gesellschaft“ (so der Untertitel des Papiers) dargestellt.

Die Strategie beinhaltet allgemeine Tendenzen und Aussagen zu einigen Bereichen – die Themen „Materialgesundheit“ und Schadstoffe werden beispielsweise am Rand und ohne quantitative Reduktions- oder Substitutionsziele erwähnt. Die Ressourcenproduktivität bzw. die Entkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch und vor allem von den damit verbundenen Umweltauswirkungen wird vor allem rückwirkend betrachtet – zumindest soll der bereits positive Trend fortgesetzt werden.

Wir sehen die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie als einen wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Was sagen Sie dazu?

Haben Sie sich in Ihrem Unternehmen schon mit dem Thema Zirkulärwirtschaft auseinandergesetzt? Und wenn ja, haben Sie schon eine Kreislaufwirtschaftsstrategie für Ihr Unternehmen?                  

Vielleicht geht es Ihnen auch wie sehr vielen Organisationen, und Sie wissen noch gar nicht so genau, was Kreislaufwirtschaft im Detail bedeutet: Eine Studie des Circular Economy Forum Austria kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen in Österreich mehr Informationen über Kreislaufwirtschaft benötigen. Und 49 % der Befragten aus unterschiedlichen Wirtschaftssektoren sowie aus Politik, Bildung und Gesellschaft glauben fälschlicherweise sogar, dass Kreislaufwirtschaft gleichbedeutend ist mit gewöhnlichem Recycling…

Auch wenn Sie bzw. Ihr Unternehmen schon wissen, was hinter dem Konzept der Kreislaufwirtschaft steckt, kann es anfänglich schwierig sein, sich bewusst zu machen, was konkret das für Ihre Organisation bedeutet, und wo Sie als erstes den Hebel ansetzen müssen, um einen sinnvollen Beitrag zur Transformation unseres Wirtschaftssystems in Richtung geschlossener Kreisläufe zu leisten.

Kreislaufwirtschaft beinhaltet so viele Potenziale und Herausforderungen – wo und wie sollen wir anfangen, uns diesem Thema zu stellen?

Mit dem „Circular Globe“-Label bzw. dem dazugehörenden Assessment haben wir als Quality Austria – gemeinsam mit der SQS, unserer Partnerorganisation in der Schweiz – eine Reifegradbewertung geschaffen, mit der wir Sie auf diesem Weg unterstützen und begleiten können: Durch die kritische Analyse und Bewertung Ihrer Organisation bzw. ihrer Zirkularitätsleistung anhand eines systemisch aufgebauten Kriterienkatalogs erhalten Sie von unseren Assessor*innen wertvolles, sehr konkretes Feedback. Finden Sie gemeinsam mit unseren zertifizierten Kreislaufwirtschaftsexpert*innen heraus, wo Sie schon auf der richtigen „Fährte“ sind, und vor allem auch, wo Sie noch Handlungsbedarf und Entwicklungspotenziale haben. Das Circular Globe Assessment basiert auf den internationalen ISO-Normen zur Kreislaufwirtschaft (ISO 14006, ISO 14009 und ISO 59000ff) und ist an die Bewertungslogik des EFQM Modells angelehnt. Sowohl das Assessmentverfahren als auch die „Circular Globe Transformation Coach“-Lehrgangsreihe beziehen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und zahlreiche best practice-Beispiele mit ein.

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