E-Fairteiler: Sonnenstrom für jedermann

Energie AG ermöglicht mit eigener App das Teilen von Photovoltaik-Energie

Bei der Präsentation der E-Fairteiler App (vl): Energielandesrat Markus Achleitner (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Energie AG) und Generaldirektor Werner Steinecker (Vorsitzender des Vorstandes der Energie AG)
Bei der Präsentation der E-Fairteiler App (vl): Energielandesrat Markus Achleitner (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Energie AG) und Generaldirektor Werner Steinecker (Vorsitzender des Vorstandes der Energie AG) © Energie AG/Wakolbinger

12.07.2021

„Die Bundesregierung hat sich beim Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz als Ziel ‚1 Million Photovoltaik-Dächer bis 2030‘ gesetzt. Wir in Oberösterreich streben mit unserer ‚OÖ. Photovoltaik-Strategie‘ alleine schon 200.000 Dächer mit einer PV-Anlage in unserem Bundesland bis zum Jahr 2030 an. Mit diesem ehrgeizigen Ziel wollen wir eine Verzehnfachung des Solarstrom-Anteils in Oberösterreich erreichen. Einen wichtigen Beitrag, um die Nutzung von Sonnenstrom in unserem Bundesland voranzutreiben, leistet die Energie AG mit ihrer Initiative ‚E-Fairteiler‘. Denn mit der neuen App und einem eigenen neuen Tarifkonzept macht die Energie AG PV-Strom auch für Menschen ohne PV-Anlage auf dem eigenen Dach nutzbar. Damit wird in Oberösterreich einmal mehr ein innovativer Schritt in Richtung Energiezukunft gesetzt“, unterstreicht Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Energie AG.

„Am vergangenen Mittwoch ist im Nationalrat das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz beschlossen worden. Dabei wurden unter anderem die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energiegemeinschaften geschaffen. Diese Erneuerbare Energiegemeinschaften können zu einem wichtigen Motor der Energiewende werden. Stromerzeuger und -nutzer schließen sich dabei zu einer Gemeinschaft zusammen. Die E-Fairteiler-App der Energie AG unterstützt die praktische Umsetzung von Erneuerbarem Energiegemeinschaften. Zudem können damit auch Privatkunden ohne eigene PV-Anlage Strom aus der Sonne beziehen. Als zusätzlichen Anreiz für die Bildung von Erneuerbaren Energiegemeinschaften gibt es seitens des Landes OÖ auch ein eigenes Förderprogramm dafür“, erklärt Landesrat Achleitner.

Mit den Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG) können Private, Gemeinden, KMUs und Landwirte gemeinsam Sonnenstrom erzeugen und verbrauchen. Diese Energiegemeinschaften bringen eine Dezentralisierung der Stromerzeugung und sorgen durch die Nutzung des Stroms im regionalen Umfeld auch für Entlastung der Stromnetze.
Die Anlagen der EEG produzieren Strom, die Mitglieder verbrauchen diesen und speisen nicht verbrauchten Strom in das Stromnetz ein, den dann andere innerhalb der Gemeinschaft nutzen. EEGs agieren gemeinnützig und ohne vorrangige Gewinnabsichten. Sie ermöglichen allen Bürgerinnen und Bürgern, Teil der Energiewende zu werden und leisten einen Beitrag zur dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung.

Erneuerbare Energiegemeinschaften genießen mehrerer Vorteile:

  • EEG können sämtliche Förderprogramme für erneuerbare Energie-Anlagen in Anspruch nehmen
  • Landesförderung zur Vorbereitung einer Energiegemeinschaft
  • Befreiung vom Ökostromförderbeitrag
  • Entfall der Elektrizitätsabgabe
  • Reduzierte Netzkosten

OÖ. Förderprogramm für Erneuerbare Energiegemeinschaften

Das Land Oberösterreich will die Entwicklung von EEGs vorantreiben und unterstützt daher mit einer neuen Förderung die Entwicklung und Vorbereitung von Energiegemeinschaften.

Gefördert werden die für die Errichtung einer EEG notwendigen detaillierten technischen, rechtlichen und ökonomischen Analysen in Oberösterreich. Gefördert werden konkret:

  • 80 Prozent der anrechenbaren Kosten, die Gesamtförderung ist mit maximal 10.000 Euro begrenzt
  • der Fördersatz erhöht sich um 10 Prozent, wenn das Projekt in einer EGEM- oder Klimabündnis-Gemeinde ist.

„Um die Umsetzung von Erneuerbaren Energiegemeinschaften zu beschleunigen, habe ich eine eigene ‚OÖ. Initiative Energiegemeinschaften‘ initiiert“, unterstreicht Landesrat Achleitner. Die „OÖ. Initiative Energiegemeinschaften“ informiert umfassend über die Erneuerbaren Energiegemeinschaften, insbesondere auch über die neuen Förderungen - unter anderem über die Homepage www.erneuerbare-energiegemeinschaft.at. Weiters wird über den OÖ. Energiesparverband des Landes OÖ Unterstützung und Beratung bei der Vorbereitung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft angeboten.

„Darüber hinaus haben wir unser schon bisher sehr erfolgreiches Energie-Contracting-Programm mit einem neuen Förderbonus für Erneuerbare Energiegemeinschaften erweitert“, erklärt Landesrat Achleitner. Konkret erhalten Erneuerbare Energiegemeinschaften für die Umsetzung von Anlagen-Contracting-Projekten einen Förderbonus in Höhe von maximal 20 % des Energie-Contracting-Programm-Zuschusses. „Dieser Bonus kann – gemeinsam mit dem zweiten neuen Förderbonus ‚Treibhausreduktion‘ - den maximalen Förderungsbetrag des Gesamt-Contracting-Projektes von maximal 75.000 Euro auf maximal 100.000 Euro erhöhen“, so Landesrat Achleitner.

>> Mehr Infos

www.energieag.at