Auf dem Weg zur Energiewende

Die Energie AG als Schrittmacher in Oberösterreich

Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker (l.) und Energie- und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner präsentieren die Maßnahmen, die die Energie AG und das Land Oberösterreich am Weg in die Energiezukunft setzen wollen
Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker (l.) und Energie- und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner präsentieren die Maßnahmen, die die Energie AG und das Land Oberösterreich am Weg in die Energiezukunft setzen wollen © Energie AG Oberösterreich / Hermann Wakolbinger
Diagramm Wärmeaufbringung in der Energie AG
Wärmeaufbringung in der Energie AG © Energie AG Oberösterreich
Diagramm Erneuerbare Stromaufbringung in der Energie AG
Erneuerbare Stromaufbringung in der Energie AG © Energie AG Oberösterreich

24.08.2021

Pariser Klimaabkommen, Richtlinien der EU-Kommission, Österreichs Ziel der Klimaneutralität samt dem Erneuerbaren Ausbau-Gesetz und der #upperENERGY – die Rahmenbedingungen für die Energiewende und den OÖ. Energie- und Klima-Maßnahmenplan 2030 wurden gesetzt. Die Energie AG Oberösterreich spielt in der Umsetzung in unserem Land eine zentrale Rolle, denn sie war und ist Schrittmacher in vielen Bereichen der Energiewende.

Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass Europa bis 2050 klimaneutral wird. Dafür wurden sehr ambitionierte Zwischenziele für 2030 und 2040 definiert. Österreich hat sich mit dem Ziel einer Klimaneutralität bis 2040 ein noch ehrgeizigeres Klimaziel gesetzt. Aktuell dominieren auf EU-Ebene die Überarbeitungen und Diskussionen zu den bestehenden Richtlinientexten, um das im Rahmen des Green Deals erhöhte CO2-Reduktionsziel von mindestens -55 % gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030 zu erreichen. In Österreich ist gerade das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzespaket im Parlament beschlossen worden und das Energieeffizienzgesetz steht in Verhandlung.

„Oberösterreich bekennt sich ganz klar zum Klimaschutz und zur Erreichung der Klimaziele. Zugleich muss die Energiewende aber sowohl sozial als auch wirtschaftlich verträglich gestaltet werden. Die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft sowie der Strom-Versorgungssicherheit und -qualität müssen bei der Transformation des Energiesystems ebenfalls im Vordergrund stehen“, unterstreicht Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

„Oberösterreich hat bereits mit der OÖ. Energiestrategie ‚Energie-Leitregion 2050‘ die Weichen in Richtung einer nachhaltigen Energie- und Klimazukunft gestellt. Unter diesem Dach laufen umfassende Förderprogramme, um Oberösterreich zu einer auch international sichtbaren Energie-Leitregion zu machen. Mit unserem neuen ‚OÖ. Energie- und Klima-Maßnahmenplan 2030 #upperENERGY‘ haben wir die Hauptstoßrichtungen der oberösterreichischen Energie- und Klimapolitik bis 2030 und die konkreten Umsetzungsschritte gebündelt. Auf der Grundlage der Erfahrungen der vergangenen Jahre soll in Oberösterreich der Weg zu einer Leitregion für Energieeffizienz und erneuerbaren Energien konsequent weiterverfolgt werden“, so Landesrat Achleitner.

„Die Dekarbonisierung der Energieversorgung, der Mobilität und der Wirtschaft ist aber nicht nur eine Herausforderung für Europa, sondern insbesondere auch für Oberösterreich eine große Chance, einer-seits durch die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcennutzung und anderseits durch Technologieführerschaft in den tiefgreifenden Veränderungsprozessen. Oberösterreichs Betriebe sind bei Innovationen, Technologien und Lösungen für die Umsetzung der Energiewende auch international bereits gut aufgestellt. Klimaschutz kann damit zu einem Wachstumsmotor für die oberösterreichische Wirtschaft werden“, zeigt sich Wirtschafts- und Energie-Landesrat Achleitner überzeugt.

Breitgefächerte Energie- und Klima-Maßnahmen:

„Unser neuer ‚OÖ. Energie- und Klima-Maßnahmenplan 2030 #upperENERGY‘ umfasst eine breite Palette an Förder- und weiteren Umsetzungsaktivitäten“, so Landesrat Achleitner. Einige Beispiele dafür:

  • OÖ Photovoltaik-Strategie mit „200.000-PV-Dächer-Programm“ zur Verzehnfachung des Solarstromanteils bis 2030:
    • Sonderförderung für Dächer-Aktivierung (finanzielle Unterstützung durch das Land für statische Berechnungen und bauliche Maßnahmen)
    • Kampagne „Solar.Sonnenklar!“ mit eigenem Wettbewerb, bei dem die „Solar.Champions“ in Oberösterreich ausgezeichnet werden
    • Landesförderung für die Entwicklung und Vorbereitung von Erneuerbaren Energiegemeinschaften
  • Energieraumplanung: Steuerung des Energiebedarfs über die Raumplanung mit konkreter Unterstützung der Gemeinden in Oberösterreich
  • Flächendeckende Ladeinfrastruktur für E-Mobilität: Neues Förderpaket des Landes. Ziel: 100.000 öffentliche und private Ladepunkte in Oberösterreich bis 2025.
  • Eigene Auszeichnung für Dekarbonisierungsvorreiter unter Oberösterreichs Unternehmen im Rahmen des Landes-Energiepreises „Energie-Star“

„Eine wesentliche Rolle zur Aufrechterhaltung der Strom-Versorgungssicherheit und -qualität kommt der Leitungsinfrastruktur zu. Daher haben wir mit dem OÖ. Stromnetzmasterplan ein wichtiges Instrument für die Sicherung der Stromversorgung in Oberösterreich geschaffen. Er umfasst derzeit 34 Leitung- und Umspannwerksprojekte der unterschiedlichen Netzbetreiber mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1 Mrd. Euro in Oberösterreich bis zum Jahr 2028“, unterstreicht Landesrat Achleitner.

Landesenergie-Versorger Energie AG als zentraler Partner bei Umsetzung der Energiewende in Oberösterreich

„Ein zentraler Partner bei der Umsetzung der Energiewende in Oberösterreich ist unser Landesenergie-Versorger Energie AG - einerseits durch das Vorantreiben der Erzeugung von erneuerbarem Strom, insbesondere durch Wasserkraft und Photovoltaik, anderseits durch die Bereitstellung entsprechender Stromnetz-Kapazitäten. Hier gibt es durch die Umstellung auf erneuerbare Energien, vor allem auch durch den Ausbau dezentraler PV-Anlagen im Rahmen des 200.000-PV-Dächer-Programms Bedarf an entsprechenden Leitungskapazitäten“, hebt Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner hervor.

Die Energie AG ist Allrounder im Bereich einer nachhaltigen Energieversorgung. Das Unternehmen sieht sich als Partner der Energiewende in Oberösterreich und unterstützt die energie- und klimapolitischen Ziele mit konkreten Maßnahmen und eigenen Projekten. „Der Umsetzungszeitraum ist ambitioniert. Wir brauchen raschestmöglich klare und stabile Rahmenbedingungen und deutlich kürzere Genehmigungsverfahren“, macht Generaldirektor Werner Steinecker Druck.

Erneuerbaren Strom für 180.000 Haushalte bis 2030 durch die Energie AG

In der Energie AG sind nach technischer und wirtschaftlicher Potenzialabschätzung rund 630 GWh Erneuerbarer Strom durch neue Anlagen und Effizienzsteigerungen bei bestehenden Anlagen bis 2030 möglich. Diese Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von 180.000 Haushalten und einem CO2-Einsparungspotenzial von ca. 533.000 Tonnen jährlich.

Der Fokus liegt auf den Bereichen Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik. Die Stromerzeugungsmenge aus erneuerbaren Energien soll sich im Unternehmen um rund ein Viertel (ca. 22 Prozent) auf rund 3.150 GWh erhöhen. In diesem Portfolio an erneuerbaren Energien soll der Wasserkraftanteil im Jahr 2030 bei rund 83 Prozent betragen; Wind, PV und Biomasse würden ca. 17 Prozent ausmachen.

Wasserkraft als großer Hebel für die Energiewende

Der Ausbau der Wasserkraft steht in Oberösterreich im Fokus. Aktuell sind drei Projekte zum Erreichen dieser Ziele vorgesehen:

  • Kraftwerk Dürnau: Projekt soll noch 2021 in Betrieb gehen
  • Neubau Kraftwerk Weißenbach/Bad Goisern
  • Ersatzneubau Traunfall/Roitham

Im Bereich der Windenergie stellt die Erweiterung um 200 GWh ab 2025 aufgrund der oberösterreichischen Topografie einen sehr anspruchsvollen Ausbaupfad dar und erhöht um rd. 500 % die gegenwärtige Erzeugung aus Wind.

Im Bereich der Photovoltaik wird sich die Energie AG auf Großanlagen-Projekte konzentrieren. Einhergehend mit der „OÖ-PV-Strategie“ sollen eigene Sonnenkraftwerke auf vorbelasteten Flächen wie Deponien, Altlastenflächen sowie stillgelegten Bergbaugebieten oder bereits genutzten Freiflächen errichtet werden. Gemeinsam mit Partnerunternehmen sollen weiterhin Contractinganlagen auf deren bestehenden Betriebsobjekten umgesetzt werden. Bis 2030 kann so die Sonnenstromproduktion um über 1.500 % gegenüber dem Status quo erhöht werden. Auch die Unterstützung für Endkunden im Bereich Photovoltaik wird fortgesetzt: Mit dem „PV-Superdeal“ können Kunden ein „rundum sorglos“-Paket nutzen, das von der Planung und Montage über eine Vollkaskoversicherung bis hin zur Reparatur alles umfasst.
Bis 2030 entsprechen diese Ausbauvorhaben in heimische Erzeugungsanlagen einem Investitionsvolumen von mehr als einer halben Milliarde Euro.

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www.energieag.at