Umwelt-Innovationspreis [ie:ku]2017 - Auszeichung junger Cleantech-Pioniere für kreative Ideen und innovative Projekte

30.11.2017

Zum vierten Mal schrieb der Cleantech-Cluster der OÖ Wirtschaftsagentur Business Upper Austria den Umwelt-Innovationspreis [ie:ku]2017 aus.

Ausgezeichnet wurden heuer erstmals junge Cleantech-Pioniere für die erfolgreiche Umsetzung kreativer Ideen und innovativer Projekte im Bereich Umwelt & Nachhaltigkeit.

Die 3 besten Projekte wurden am 27. November im Rahmen des CleanTechConnect.2017 mit je 1.000€, einem Pokal und einer Urkunde geehrt. Damit wurde der Cleantech-Cluster einem wesentlichen Schwerpunkt gerecht – der Bewusstseinsbildung von Fachkräften im Umwelttechnik- und Energie-Bereich.

Dipl. Ing. Martin Tscheliesnig
Kappa Filter Systems GmbH
Projekt „Kappa Video-Fluid-Dynamic (VFD) Software zur Bewertung diffuser Emissionen“  
Die Kappa Video-Fluid-Dynamic (VFD) Software analysiert und bewertet Emissionsquellen mittels Videoauswertung sprich die Geschwindigkeit von sichtbaren Emissionen (Teilchen-Rauchgeschwindigkeiten). Die räumliche Trennung von Messstelle (Position der Videokamera) und Emissionsquelle ermöglicht die quantitative Bewertung von nicht oder nur schlecht zugänglichen Emissionsbereichen. Durch die Auswertung von Geschwindigkeiten, kann man über die Bestimmung der geometrischen Form und Ausdehnung, Schlüsse auf Emissionsvolumenströme bzw. auf kontaminierte Volumenströme (VS) ziehen und damit die Ausbreitung von Emissionen quantitativ belegen um in Folge z.B. eine geeignete Dimensionierung von Absaugsystemen durchführen zu können. Die quantitative Bewertung von Emissionsquellen über einen längeren Zeitraum bzw. über komplette Verfahrens- oder Produktionsschritte ermöglicht eine durchgehende Bewertung dieser Emissionsvorgänge. Die Ermittlung durchschnittlicher Emissionsgeschwindigkeiten bei gleichzeitiger Beobachtung von Minima und Maxima verhindert eine Unter- oder Überdimensionierung von Absaugsystemen.

 

Lisa-Maria Putz, BSc MA
FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH Logistikum – Department of Logistics at the
Projekt „RETrans – Research and Education on Transport Logistics“  

Ziel des vom bmvit geförderten Projektes RETrans (Research and Education on Transport Logistics) ist es in Zusammenarbeit mit facheinschlägigen Stakeholdern aus Wirtschaft, Forschung und dem öffentlichen Sektor ein Kompetenzzentrum für Verkehrslogistik aufzubauen und so das Berufsbild Logistik sowie die Logistik allgemein zu attraktivieren. Aufbauend auf der jahrelangen Erfahrung im Rahmen des Projektes REWWay (Research and Education in Inland Waterway Logistics) wird das Kompetenzzentrum für Binnenschifffahrt am Campus Steyr im Rahmen von RETrans in Zusammenarbeit mit der FH des BFI Wien um die Verkehrsträger Straße und Schiene sowie dem Themenbereich nachhaltige Gütermobilität erweitert. Ein Kernelement von RETrans ist dabei die Entwicklung einer Webplattform zum Thema Verkehrslogistik mit vier eigenständigen Informationsbereichen zu den Verkehrsträgern Straße (RERoad), Schiene (RERail) und Wasserstraße (REWWay) sowie zum Thema nachhaltige Verkehrssysteme (REecoTrans).

 

Julia Schmitt, MSc
Johannes Kepler Universität (JKU) Institute for Integrated Quality Design (IQD)
Projekt „ Cradle to Cradle Innovation Processes (CCIP)“
 
Herkömmliche Innovationsbestrebungen fokussieren auf die Entwicklung von Produkten ohne die Charakteristika der verwendeten Materialien, ihrer Effekte während der Verwendung oder ihrem Verbleib nach dem sie ausgemustert werden, zu berücksichtigen. Daher wird das lineare Wirtschaftssystem zunehmend für seine mangelnde Nachhaltigkeit kritisiert. Um dieses Defizit zu adressieren, findet das Konzept der Kreislaufwirtschaft zunehmend Beachtung. Damit Firmen den Gedanken der Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich umsetzen können, müssen sie Ihre Produktentwicklung verändern. Das Forschungsprojekt "Cradle to Cradle innovation processes (CCIP): The role of life cycle orientation, product quality standards and management systems" untersucht wie sich die Kreislaufwirtschaft auf die Innovationsprozesse von Pionierunternehmen auswirkt. Im Projekt CCIP versucht man branchenübergreifend zu verstehen wie Cradle to Cradle das Innovationsgeschehen in diesen Betrieben verändert. Dabei spielen sowohl die Spezifika des Zertifizierunsstandards als auch die Lebenszyklusorientierung im Unternehmen und wie diese in die Managementsysteme eingebettet ist eine große Rolle.

Wir möchten uns recht herzlich bei den Preissponsoren LAVU Entsorgungstechnik GmbH und Pöttinger FERMENTER bedanken!